Digitalisierung: Millionengrab oder echter Wettbewerbsvorteil?
Erfahre, was sie gemacht haben sollten, was andere machen und was als Nächstes kommt. Sehen Sie, wie führende Unternehmen ihre Effizienz steigern.
Laufzeit: 22:15 Min.
Willkommen zu einer kritischen Diskussion über die Digitalisierung in der Fertigungsindustrie. In einer Ära, die von rasanten technologischen Fortschritten geprägt ist, ringen viele Unternehmen mit einer grundlegenden Frage: Ist die Investition in die Digitalisierung lediglich ein Fass ohne Boden, oder ist sie ein echter Weg zu nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen?
Philip Privalov
Lesedauer: 6 Min.
Branchentrend
Die kurze Antwort lautet: Ja, das kann sie. Erkenntnisse aus der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) deuten darauf hin, dass Unternehmen, die in digitale Technologien investieren, oft einen positiven Return on Investment (ROI) erzielen. Laut einer IDC-Studie sollen die Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologie in der DACH-Region im Jahr 2023 um 4,9 % steigen, wobei in den Folgejahren weitere Zuwächse erwartet werden. In der EMEA-Region im Zeitraum 2024–2028 wachsen die Ausgaben für die digitale Transformation (DX) durchschnittlich, um 15,8 % pro Jahr. Dieser Trend zeigt ein starkes Engagement für die digitale Transformation, selbst inmitten wirtschaftlicher Unsicherheiten, da Unternehmen ihre Bedeutung für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit erkennen.
Die Digitalisierung sollte nicht Selbstzweck sein oder nur verfolgt werden, weil das Management ein Budget zugewiesen hat. Der Schlüssel liegt in der strategischen Umsetzung; sie ist ein leistungsstarkes Instrument zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs und muss sinnvoll eingesetzt werden.
Über den ROI hinaus begegnet die Digitalisierung mehreren drängenden Herausforderungen:
Letztendlich zahlen sich Investitionen in die Digitalisierung weiterhin aus und sind unerlässlich, um einen Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Um zu verstehen, wo ein Unternehmen idealerweise auf seinem Digitalisierungsweg stehen sollte, ist es hilfreich, die Automatisierungspyramide zu betrachten, die die Architektur von Hardware- und IT-Systemen veranschaulicht.
An der Spitze steht die IT (Informationstechnologie), die traditionelle Computer und Software umfasst. Am unteren Ende befindet sich die OT (Operational Technology), welche die Hardware und Maschinen beinhaltet, die für die physischen Prozesse zuständig sind – dort, wo die eigentliche Arbeit; Schweißen, Schraubens und Bohrens stattfindet. Der entscheidende Punkt ist die nahtlose Integration von OT und IT.
Zentrale Systeme wie ERP (Enterprise Resource Planning), MOM (Manufacturing Operations Management) und PLM (Product Lifecycle Management) bilden die Spitze dieser integrierten Struktur. Diese Systeme verschmelzen zunehmend ihre Grenzen, was die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Integration unterstreicht.
Heute sollten Unternehmen ihre Kernprozesse, einschließlich Bestandsverwaltung, Auftragsabwicklung, Logistik, Finanzen, Personalwesen und Beschaffung, bereits digitalisiert haben. Darunter sind MES (Manufacturing Execution Systems) entscheidend für die Datenerfassung, Analyse, den Workflow und das Ressourcenmanagement.
Die Daten aus dem MES müssen den Shopfloor erreichen. Dazu gehören nicht nur Auftragsdaten, sondern auch Prozessdaten wie Messwerte und Prozessverriegelungen. Beispielsweise sollten Teile nicht vollständig montiert werden, wenn sie nicht alle notwendigen Prozessschritte durchlaufen haben, insbesondere wenn diese Schritte visuell nicht erkennbar sind (z. B. Trocknungszeiten für Klebstoffe, thermische Prozesse).
Der wichtigste Aspekt ist, dass alle Systeme miteinander vernetzt und aktiv genutzt werden.
Obwohl die Digitalisierung immenses Potenzial bietet, tappen viele Unternehmen in häufige Fallen, die ihre Investitionen eher zu einem „Millionengrab“ als zu einem Wettbewerbsvorteil machen. Wenn einer dieser Punkte auf Ihr Unternehmen zutrifft, ist sofortiges Handeln geboten:
Wenn einer oder mehrere dieser Punkte auf Ihr Unternehmen zutreffen, ist proaktives Handeln dringend anzuraten.
Mit Blick auf die Zukunft erfordern mehrere Schlüsselbereiche Aufmerksamkeit, um einen nachhaltigen digitalen Erfolg zu gewährleisten:
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Digitalisierung ist keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit für das Überleben und Wachstum im Wettbewerb. Indem Unternehmen die Fallstricke angehen und fortschrittliche Lösungen strategisch implementieren, können sie die Wettbewerbsvorteile, die sie bietet, wirklich freisetzen. Dieser Artikel, inspiriert durch ein Webinar aus dem Jahr 2024 (siehe unten), beleuchtet dieses Dilemma und bietet Einblicke, zu vermeidende Fallstricke und praktische Empfehlungen für Industrieunternehmen.
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