Festo AG, Scharnhausen
Magnetventile
Industrial Applications
- 40 % höhere Produktionsleistung
- Deutlich geringere Ausschussquote
- Identifizieren von Optimierungspotenziale in den Bereichen Leistung, Verfügbarkeit und Qualität
STIWA Shopfloor Control | AMS Analysis-CI
(CONTROL | OPTIMIZE)
Angesichts einer gestiegenen Kundennachfrage strebte Festo danach, die Effizienz einer kritischen Produktionsanlage zu verbessern. Diese Initiative führte zur Bildung eines engagierten interdisziplinären Teams, bestehend aus dem Anlagenhersteller und Experten von Festo und STIWA. Durch den Einsatz der spezialisierten Analyse-Software von STIWA identifizierte das Team wichtige Optimierungspotenziale, implementierte präzise Anpassungen und erreichte letztendlich eine signifikante und nachhaltige Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE).
Festo, ein globaler Marktführer in der Industrie- und Prozessautomation, setzt mit seinen technologischen Entwicklungen und mehr als 30.000 Katalogprodukten in mehreren hunderttausend Varianten kontinuierlich auf Innovation. In seiner Technologiefabrik Scharnhausen erforderte eine gestiegene Kundennachfrage eine signifikante OEE-Steigerung für ein VUVG-Automationssystem, das täglich Tausende von pneumatischen Ventilen produziert. „Wir hatten zu der Zeit auch mit instabilen Produktionsprozessen an der Anlage zu kämpfen“, berichtet Festo-Projektleiter Kilian Seiler. „Unser Ziel war es, die Problemstellen schnell zu identifizieren und zu beseitigen, um eine nachhaltige und deutliche Steigerung der Ausbringung zu erreichen. Dazu haben wir ein interdisziplinäres Optimierungsteam aufgesetzt..., das sich ausschließlich mit diesem Projekt beschäftigte.“
Die Stärke von Automatisierungs- und Software-Know-how
Die Analyse wurde vom Automatisierungsspezialisten STIWA geleitet, dessen Softwareprodukte AMS ZPoint-CI und AMS Analysis-CI ein integraler Bestandteil der Festo-Anlagen sind. „Seit mehr als 25 Jahren setzen wir auf die datentechnische Erfassung und Analyse aller Bewegungen der Maschinen“, erklärt Peter Reisinger, Leiter der Applikationstechnik-Projekte bei STIWA Software am Standort Hagenberg. „Skalierbare und anpassbare Analysewerkzeuge ermöglichen es uns, komplexe Zusammenhänge in der Produktion zu erkennen, Schwachstellen einzugrenzen und dadurch Leistungssteigerungen zu erzielen.“
Ineffizienzen mit Daten aufspüren
Mehrere Wochen lang nahmen Reisinger und Experten aus Prozesstechnik, Steuerungs- und Prüftechnik sowie Qualitätsmanagement die einzelnen Produktionsprozesse der Anlage genau unter die Lupe. „Die Aufgabe von STIWA war es, eine fundierte Datenbasis zu liefern und mittels technischer Analysen Optimierungspotenziale in den Bereichen Leistung, Verfügbarkeit und Qualität aufzuzeigen“, so Reisinger. Die technischen Analysen machten deutlich, dass eine Kombination aus technischen, mechanischen und organisatorischen Problemen zahlreiche Taktzeitüberschreitungen verursachte. Spezifische Ursachen waren unter anderem fehlerhaftes Zuführmaterial sowie falsch eingestellte Schraub-, Einpress- und Handlingprozesse, was zu langen Werkstückträger-Blockzeiten, erhöhtem Ausschuss und Modulstillständen führte.
Eine kontinuierliche Steigerung der Ausbringung
Auf Grundlage des ausgewerteten Datenmaterials der einzelnen Produktionsschritte nahm das Optimierungsteam Adaptierungen in den Bereichen Steuerungs-, Qualitäts- und Prozesstechnik, Organisation und Mechanik vor. Dabei wurden unter anderem Warte- bzw. Reinigungszeiten reduziert, Greifereinheiten sowie Schraubprogramme optimiert, eingesetztes Material ausgetauscht, Softwareparametrierungen geändert und Wartungen durchgeführt.
Die Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen wurden dabei erneut validiert. Innerhalb von wenigen Wochen konnte die IO-Ausbringung der Anlage bereits um mehr als 10 % erhöht werden. Der Ausschussanteil verringerte sich deutlich. Nach einem Jahr lag die Steigerungsrate der IO-Ausbringung bereits bei 40 %.